Die madagassische Wirtschaft beruht sich größtenteils auf der Landwirtschaft, denn 3 Haushalte von 4 leben davon. Grundnahrungsmittel wie Reis, Maniok und Mais werden meistens angebaut. Darüber hinaus ist die große Insel ebenfalls für den Anbau verschiedener Exportwaren wie Vanille, Kaffe, Gewürznelken, Garnellen weltweit bekannt. Der Tourismus ist aber mittlerweile eine unentbehrliche Devisenquelle geworden.
Landwirtschaftliche Aktivitäten, wovon die Wirtschaft Madagaskars abhängig ist, ist noch sehr rudimentär: sehr weniger Einsatz landwirtschaftlicher Maschinen, zu wenig angebaute Flachen, sodass die Ernten nicht ausreichen. Schließlich betragt der Prozentsatz landwirtschaftlicher Aktivitäten im Jahre 2005 nur 26% der ganzen BIP (Bruttoinlandsprodukt) des Landes.
Die Industrie in Madagaskar steck noch in den Kinderschuhen abgesehen von den Freihandelszonen, die recht aufblühen. Im Jahre 2003 haben sich hier niedergelassen und beschäftigen 110.000 Angestellte (ein viertel von der Angestellten im sekundären Sektor).
Das Jahr 2002 war für die Wirtschaft Madagaskars ungünstig. Der Grund dafür waren die Krisen wahren der Präsidentenwahl, die die ganzen wirtschaftlichen Aktivitäten lahm gelegt hat: mehrere Freihandelszonenunternehmen haben zugemacht, die dadurch verursachten Arbeitsverluste, die Anzahl der Touristen ging drastisch zurück (61.674 im Jahre 2002 wohingegen 170.208 im Jahre 2001 und 160.071 im Jahre 2000). In diesem Jahr 2002 erreichte das Wirtschaftswachstum die niedrigste Rate seit der Unabhängigkeit (-12,7%).
Nach der Krise von 2002 ging die madagassische Wirtschaft schrittweise aufrecht, denn Ende 2002 machten die Freihandelszonen langsam wieder auf. 2003 blüht diese Branche wieder auf, sodass die Gesamtproduktion um 77% gestiegen ist. Derselbe Schwung ließ sich ebenfalls im Bereich des Tourismus feststellen, denn die Anzahl der Touristen betrug 2003 139.230. Ein Wirtschaftswachstum von 9,8 wurde in demselben Jahr erreicht, 2004 betrug es 5,3% und 2005 5,1%.
Im Oktober 2004 erfüllte Madagaskar alle Bedingungen, um den "achievment point" erreichen zu können, sodass ein erheblicher Teil der Schulden getilgt wurde.
Trotz dieser Verbesserung der wirtschaftlichen Lage ist der Preisanstieg von Petroleum im Jahre 2004 und 2005 auf dem Weltmarkt an der Wirtschaft Madagaskars nicht spurlos vorbeigegangen. Hinzu kommt noch, dass die Wahrung (Ariary) an Wert stark verlor, was zu einer zweistelligen Inflation führte mit jeweils 13,8% und 18,4% im Jahr 2004 und 2005.
Allerdings verfugt Madagaskar, außer der Politik für die Wiederankurbelung der Wirtschaft und dem DSRP (Dokument über die Strategien der Reduktion der Armut), über mehrere Ressourcen, die einen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung fordern konnten: